CBD – Die Wunderwaffe mit vielen Einsatzgebieten

Kaum eine andere Pflanze kann auf eine derart lange Geschichte zurückgreifen als die Hanfpflanze. Ob als Energielieferant, als Naturfaser für modische Textilien, als Dämmmaterial, als Nahrungsmittel – oder Nahrungsergänzungsmittel – die Einsatzgebiete der Hanf-Wirkstoffe sind nahezu grenzenlos. Produkte, die aus Hanf gefertigt wurden, sind nicht nur äußerst pflegeleicht und strapazierfähig, sondern es handelt sich hierbei um einen nachwachsenden und ressourcenschonenden Rohstoff.

CBD und THC – ein berauschender Unterschied
Ob Marihuana, Ganja, Haschisch oder schlicht Gras – Cannabis-Produkte haben in unserer Gesellschaft einen zweifelhaften Ruf. Verantwortlich für die Wahrnehmungsstörungen, die übersteigerte Euphorie oder für ein Gefühl der Leichtigkeit ist der in der Hanf-Pflanze enthaltene Wirkstoff THC, der ausgesprochen den Namen „Tetrahydrocannabinol“ trägt. Liegt der THC-Wert bei Cannabis Produkten oberhalb der Grenze von 0,2v% (in Deutschland) bzw. 0,3 % (in Österreich) fallen diese Produkte unter das Betäubungsmittelgesetz und können nur verschreibungspflichtig legal erworben werden. Allerdings gilt der Hype, der gerade in neuer Zeit erhöhte Aufmerksamkeit bekommt, dem weniger bekannten Wirkstoff CBD. Die Rede ist von Cannabidiol, ein Wirkstoff, der ebenfalls in der Hanf-Pflanze enthalten ist. Im Gegensatz zum THC wirkt dieser Stoff nicht psychoaktiv auf das zentrale Nervensystem ein und kommt damit ohne berauschende Wirkung aus. Gerade in letzter Zeit gewinnt dieser Wirkstoff immer mehr Aufsehen. Kontinuierlich kommen neue Produkte auf den Markt und Studien werden veröffentlicht, in denen die positiven Auswirkungen auf unser gesundheitliches Wohlbefinden angepriesen wird. Doch was ist an den Behauptungen dran?

CBD- einzigartige Wirkung auf den menschlichen Organismus

Um zu verstehen, wie CBD die menschliche Gesundheit beeinflusst, müssen wir uns mit dem Endocannabinoid-System beschäftigen. Das ECS ist ein wesentlicher Bestandteil des menschlichen Körpers und besteht aus zahlreichen Cannabinoid-Rezeptoren. Diese befinden sich verteilt im ganzen Körper. Ihre Aufgabe besteht darin, Organe zu beeinflussen und verschiedenste Prozesse zu regulieren. Es werden zwei wesentliche Rezeptoren unterschieden – CB1 und CB2 Rezeptoren. Diese sind hauptsächlich im Gehirn und im Immunsystem angesiedelt. In dieser Funktion rufen sie die verschiedensten Reaktionen hervor. Sie sind für unser Schmerzempfinden, Angst- und Stresszustände, für die Nervosität, unseren Wach- und Schlafrhythmus sowie unseren Verdauungsapparat zuständig. Treffen nun die Wirkstoffe aus der Cannabispflanze (CBD oder THC) auf die Rezeptoren im Körper, werden dadurch bestimme Reaktionen aktiviert. Wahrnehmungsstörungen, übersteigerte Euphorie und ein Gefühl von Leichtigkeit sind auf dieses Zusammenspiel zurückzuführen. Aber auch das weniger bekannte CBD kann bestimmte Reaktionen hervorrufen, indem es entzündungshemmend, krampflösend, schmerzlindernd oder beruhigend auf den Organismus einwirkt. Übrigens ist es dem Wirkstoff CBD geschuldet, dass nach einem hohen THC Konsum die Wirkung im Körper wieder abflacht. Damit ist CBD der Antagonist zum THC und bringt den menschlichen Körper wieder ins Gleichgewicht.

CBD- Produkte – welche Produkte gibt es?

Gleich eine ganze Reihe an positiven Eigenschaften werden mit dem CBD Wirkstoff in Verbindung gebracht. Im Handel werden Produkte in liquider oder kristalliner Form, als Wirkstoff in Kosmetika oder auch als Nahrungsmittel wie Tees angeboten.

CBD-Öl ist besonders beliebt
Viel Aufmerksamkeit hat insbesondere das CBD-Öl erhalten, das aufgrund seiner schmerzlindernden und angstlösenden Wirkung häufig nachgefragt wird. Ein paar Tropfen unter die Zunge träufeln, eine Wartezeit von 15 bis 30 Minuten einhalten und Schmerzen lassen spürbar nach, der Körper nimmt einen entspannten Zustand ein und die Nervosität verschwindet. Produkte mit einer niedrigen Konzentration an CBD sind für leichtere Beschwerden geeignet, während für stärkere und chronische Beschwerden ein Produkt mit einem höheren Anteil an CBD zu bevorzugen ist. Treten allerdings akute Beschwerden auf, sollte das CBD möglichst in liquider Form (z. B. über E-Zigaretten) aufgenommen werden. Diese gelangen unmittelbar in die Blutbahn und können innerhalb kürzester Zeit ihre Wirkung entfalten.

Weitere Anwendungsgebiete für CBD

Wir leben in einer schnelllebigen Gesellschaft, die viele Menschen an ihre Grenzen bringt. Ständiger Leistungsdruck, hohe Arbeitsbelastung und Versagensängste gehören für viele Menschen zum Alltag. Burn-Out, Depressionen und physische Krankheiten sind die Folge. Die klassische Schmerztherapie setzt auf synthetische Substanzen, die allerdings eine ganze Reihe an Nebenwirkungen aufweisen. Wen wundert es also, dass sich zunehmend die Menschen nach alternativen Therapiemöglichkeiten umsehen. CBD kann in folgenden Fällen zum Einsatz kommen:

• Epilepsie
• Parkinson
• Schlafstörungen
• Ängste, Depressionen und Schizophrenie
• Konzentrationsstörungen
• Neurodermitis und andere Hauterkrankungen
• Schmerzen und Entzündungen

So kann bei einer ganzen Reihe an Beschwerden die Lebensqualität der Menschen deutlich verbessert werden. Man denke hier nur einmal an Parkinson-Patienten oder Menschen, die unter Depressionen und Schizophrenie leiden. Gut integriert im Alltag wird unsere Konzentrationsfähigkeit nachhaltig verbessert, wodurch wir uns vitaler und leistungsfähiger fühlen.

Fazit:
Der Cannaboid-Wirkstoff kann bei zahlreichen Beschwerden zum Einsatz kommen. Der Nutzen, der dem Wirkstoff CBD zugesprochen wird, geht aus zahlreichen veröffentlichen Studien hervor. Auch Krebspatienten oder Patienten mit einer psychischen Erkrankung können nachhaltig von der regelmäßigen Einnahme von CBD Produkten profitieren. Wichtig ist hierbei jedoch, dass der Körper langsam an die Verabreichung der Produkte gewöhnt wird.